NTP (Network Time Protocol) ist der etablierte Standard zur Zeitsynchronisierung digitaler Geräte wie Clients oder Server. Diese Seite bietet eine aktualisierte Übersicht über den aktuellen Stand der Technik.
Die derzeit gültige Version ist NTPv4, definiert in RFC 5905 bleibt rückwärtskompatibel zu NTPv3.
Standard-Port: 123 (meist über UDP, optional auch über TCP)
Der Dienst systemd-timesyncd ist auf vielen Systemen standardmäßig installiert und implementiert das Protokoll SNTP (Simple NTP). Für einfache Clients reicht dies meist aus.
Weitere Informationen: https://www.freedesktop.org/software/systemd/man/systemd-timesyncd.service.htmlsystemd-timesyncd Dokumentation
service systemd-timesyncd statustimedatectl set-ntp true|falsetimedatectl timesync-status
Alternativ auf älteren Systemen:
timedatectl statusDie Konfiguration erfolgt über:
/etc/systemd/timesyncd.conf
oder über zusätzliche Dateien in:
/etc/systemd/timesyncd.conf.d/*.conf
Details zur Konfiguration: https://www.freedesktop.org/software/systemd/man/timesyncd.conf.htmltimesyncd.conf Dokumentation
Chrony ist in modernen Distributionen wie RedHat 8 und Ubuntu 25.10 der bevorzugte NTP-Client. Er bietet erweiterte Funktionen und unterstützt Network Time Security (NTS) für verschlüsselte Zeitsynchronisation.
systemctl enable chronyd
nano /etc/chrony.conf
Füge eine neue Zeile hinzu:
server <NTPServerIP>
Dann prüfen:
systemctl restart chronyd
chronyc sourcesIn Windows Server-Umgebungen übernimmt üblicherweise der Primary Domain Controller (PDC) die Rolle des NTP-Zeitgebers. Die Konfiguration erfolgt über Gruppenrichtlinien oder Registry-Einstellungen.
Der Dienst Windows Time verwendet standardmäßig NTPv3 und ist kompatibel mit SNTP-Clients und -Servern.
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